Kunst an der Universität Bremen · Massensport/Tribüne


Massensport/Tribüne

Standort: Östliche Rückseite des Sportturms
Künstler: Waldemar Otto (*1929), Bildhauer, 1973-1994 Professor an der Hochschule für Gestaltung in Bremen
Datum: Juli 1979
Material: Tribünensegment aus Beton, Figurengruppe aus Bronze

Das Bild zeigt die von Waldemar Otto gestaltete Tribuene, aufgenommen im August 2006. Im Vordergrund sitzt der Sportkommentator, hinter ihm stehen die ZuschauerInnen. - Bitte anklicken! Diese Figurengruppe von Waldemar Otto bildete den Abschluss der künstlerischen Gestaltung des Sportbereichs. Sie wurde im Juli 1979 aufgestellt und trägt den Titel „Massensport”. Es handelt sich um eine Großplastik aus Bronze mit zum Teil überlebensgroßen Figuren. Dargestellt wird ein Schnitt durch eine mit Zuschauern besetzte Tribüne während einer Sportveranstaltung. Mit den Figuren soll sowohl ironisch als auch kritisch auf die Geflogenheiten des Sportbetriebes hingewiesen werden:
  • Sport als Massenveranstaltung
  • Sport als ein emotional sehr aufwühlendes Ereignis
  • die Kommerzialisierung des Sports
  • die Manipulation des Sports durch die Medien (Sportkommentator) 
Das Bild zeigt die von dem Bildhauer Waldemar Otto gestaltete Tribuene, aufgenommen im August 2006. Die Figuren drücken in ihrer Mimik und Gestik unterschiedliche Gefühle und Haltungen zu den Ereignissen auf dem Spielfeld aus. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich fast alle in eine Richtung bewegen, nämlich auf das Spielfeld zu. In der Presse und von Kunstkritikern wurde in der dargestellten Situation ein Moment großer emotionaler Erregung gesehen; manche sprachen sogar von den „Auswüchsen blinder und fanatischer Sportbegeisterter”.

Zur Gestaltung ist anzumerken, dass der Schnitt durch Tribüne und Zuschauer ein Darstellungsmittel ist, das distanzierend wirken soll. Der/die BetrachterIn soll sich nicht unmittelbar mit den Figuren identifizieren, sondern sie kritisch betrachten. Durch die Treppe hat er/sie jedoch gleichzeitig die Möglichkeit, in einen direkten räumlichen Kontakt mit dem Kunstwerk zu treten.


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