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Kunst an der Universität Bremen · Friedenstaube


Wandmalerei „Friedenstaube”

Standort: GW2 Erdgeschoss, gegenüber der Haupttreppe
Künstler/in: unbekannt
Datum: Dezember 1983
Größe: 2,20m x 2,30m

Das Wandbild zeigt eine Friedenstaube, deren Körper aus vielen kleinen und verschiedenfarbigen Friedenstauben besteht. Vermutlich sind die kleinen Tauben mit Schablonen gemalt worden. Auffällig ist, dass diese Friedenstauben fliegen, während die große Taube mit angelegtem Gefieder sitzt. Das Bild befindet sich gegenüber der Haupttreppe im Erdgeschoss des Gebäudes Geisteswissenschaften 2 (GW2).

Die Aufnahme zeigt das Wandbild


Der Künstler/Die Künstlerin ist jedoch unbekannt, so dass die Zeit der Entstehung nur geschätzt werden kann. Der Schluss liegt nahe, dass das Bild im Rahmen der Friedensbewegung der frühen 1980er Jahre gemalt wurde. Aufgrund des Beschlusses der NATO , über 100 Pershing II Raketen in der Bundesrepublik Deutschland zu stationieren, fanden ab 1981 auch an der Universität Bremen häufig Friedensaktionen statt. Bereits in den Jahren zuvor hatten sich Diskussionsgruppen gebildet, die zunächst unter sich diskutierten, bevor sie öffentlich mit Appellen auf das Thema aufmerksam machten.* Es wurden Antikriegstage, Friedenswochen und Friedenstage eingeführt. Am 20. Oktober 1983 wurde zum ersten Mal ein universitärer Feiertag zu den Themen Frieden und Abrüstung veranstaltet. Vom 5. bis zum 7. Dezember 1983 fanden die Widerstandstage „Hochschule für Frieden, Arbeit und Bildung‘‘ an der Universität Bremen statt. Es gab diverse kulturelle Angebote, unter anderem auch Workshops, in die Kunststudierende involviert waren. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde das Wandbild im Rahmen dieser Aktionstage gemalt.

*Rahel Killisch, Wiebke Neuser: ‚‚Kein Frieden der Wissenschaft mit dem Krieg‘‘. Die Friedensbewegung an der Universität Bremen, in: Protest vor Ort. Die 80er Jahre in Bremen und Göttingen. Essen 2012, S. 229-250.


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