Kunst an der Universität Bremen · Installationen


Rendezvous (Zwei Analog-Nebenuhren)


Standort: NW 1, Eingangshalle
Künstler: Horst Müller (*1949), lebt und arbeitet in Bremen
Datum: 1991, Original 1985
Material: Lackiertes Eisenblech

Das Foto zeigt die von Horst Müller entworfene Paralleluhr am zentralen Treppenhaus (Ostseite) im Gebäude Naturwissenschaften 1 (NW 1) der Universität Bremen. - Bitte anklicken! Das Thema dieser Installation des Bremer Künstlers Horst Müller ist die Zeit: die Uhrzeit - die Ewigkeit. Hier begegnen sich zwei Werkstattuhren, treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander und bilden gleichzeitig die Gegenwart: „Die rechte Uhr misst die Zeit in die Zukunft hinein, die linke erschließt offenbar Sekunde für Sekunde die Vergangenheit. Zeitlich gesehen entfernen sie sich also immer mehr voneinander, doch laufen sie als Uhrwerke synchron, exakt und parallel.” Außerdem entsteht durch die Spiegelung der Uhren eine Acht, ein Unendlichkeitszeichen: Es symbolisiert das Aufeinandertreffen der Uhrzeit auf die Ewigkeit.

Eine Nahaufnahme der beiden Analog-Nebenuhren von Horst Müller. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Dezember 2007 war ein Uhrwerk leider defekt, so dass die Uhren nicht parallel zueinander laufen. - Bitte anklicken! „Zwei Werkstattuhren: Beider Uhren Zeigerpaare laufen synchron im Uhrzeigersinn. Die Ziffern im gespiegelten Uhr-Bild zählen entgegen dem Uhrzeigersinn, sind aber entspiegelt geschrieben, normal zu lesen. Wenn also auf der gespiegelten Uhr die Zeiger vorwärts laufen, za¨hlt das Zifferblatt rückwärts. So steht in ihr die Drei anstelle der Neun. Und auf beiden Uhren stehen Acht und Zehn parallel nebeneinander, überschneiden sich die Neunen. Sie werden mit einer Neun geschrieben. Aber bezeichnet die Neun wirklich die Achse der Spiegelung, den Spalt zwischen beiden Spiegeln? Was trifft hier aufeinander, wird hier spiegelbildlich einander vorgestellt, miteinander verbunden? Wer trifft auf wen beim Rendezvous?” (Wolfgang Winkler, Rendezvous, 1988, in: Horst Müller, Oberservations Corquis, 2004, S. 79-80)


Universitätsarchiv Bremen
  © 2008 ·Universitätsarchiv Bremen · E-Mailemail senden