Kunst an der Universität Bremen · Chaos-Pendel


Chaos-Pendel

Standort: Einfahrt Gebäude NW I
Entwurf: Prof. Dr. Peter H. Richter
Realisierung: Berlin Atelier, Berlin und Firma Baumgartner, Embrach/CH
Datum: 11.Oktober 1993
Material: Metall, Höhe 6 Meter

Als Anfang der 1990er Jahre das Gebäude NW I erweitert wurde, wählte man für die künstlerische Ausgestaltung der Fachbereiche Physik und Elektrotechnik das Thema Pendel und Uhren. Davon zeugen die zwei Analog-Nebenuhren von Horst Müller und das Foucaultsche Pendel, die beide in der Eingangshalle installiert wurden.

Das Bild zeigt Prof. Dr. Richter waehrend seiner Ansprache
bei der Einweihung des Chaos-Pendels. Foto: Fachbereich 1, 1993. - Bitte anklicken! Als sich das Chaos-Pendel zu Semesterbeginn am 11. Oktober 1993 eingeweiht wurde, hatte es schon eine weite Reise hinter sich. 1992 präsentierte es die Firma Deutsche Aerospace vor den deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Sevilla. Anschließend stiftete Aerospace das Pendel der Universität als Zeichen der Anerkennung für die Unterstützung, die Prof. Dr. Peter Richter bei der Berechnung der Konstruktion geleistet hatte. Richter hatte zusammen mit seinem Mitarbeiter Dr. Hans-Joachim Scholz an der Computer-Simulation und Vorhersage von Doppel- und Dreifachpendeln gearbeitet. Nach ihren Vorgaben wurde auch ein Demonstrationsdoppelpendel entworfen.

Das Bild zeigt das Chaos-Pendels. Foto: Fachbereich 1, 1993. - Bitte anklicken! Das Dreifachpendel veranschaulicht das, was die Wissenschaft „deterministisches Chaos“ nennt. Obwohl die Gleichungen zur Beschreibung der Bewegungen des Pendels für Physiker relativ einfach aufzustellen sind, lassen sich die Bewegungen aufgrund der zufälligen Änderungen in den Ausgangswerten nicht langfristig vorausberechnen.

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