Kunst an der Universität Bremen · Ausstellung „Kunst im Stadtbild”


Ausstellung „Kunst im Stadtbild”

Standort: auf dem Boulevard
KünstlerInnen: Michael Weisser; Studierende der Universität
Datum: 8. bis 30. Juni 1976

Angeregt durch einen Beschluss vom Akademischen Senat im November 1975 richteten der Senator für Wissenschaft und Kunst und die Universität gemeinsam die Ausstellung „Kunst im Stadtbild – Von ‘Kunst am Bau’ zu ‘Kunst im öffentlichen Raum’” aus. Die Ausstellung wurde 1976 an der Universität und im Bremer Rathaus präsentiert. Danach wanderte sie durch die Bundesrepublik Deutschland.

Als Organisator der Ausstellung erstellte Michael Weisser (Künstler, Designer, Publizist) das Projekt unter anderem in einer Lehrveranstaltung zusammen mit StudentInnen. Gleichzeitig gab es eine allgemeine Arbeitsgruppe „Kunst am Bau“ und eine Beratergruppe speziell für die Ausstellung „Kunst am Bau“, die zur Organisation der Ausstellung beitrugen. (Informationsblatt zur Ausstellung)

Das Bild zeigt Kunststofflichtkuppeln im Außenbereich der Universitaet. Künstler: Klaus Arnold, 1974 - Bitte anklicken! Die Ausstellung zeigte die historische Entwicklung von öffentlicher Kunst seit der „Kunst am Bau“-Regelung, die erstmalig in der Weimarer Republik erlassen und über die nationalsozialistische Zeit hinaus bis heute besteht. Sie besagt, dass ein gewisser Teil der Baukosten für öffentliche Gebäude in Kunst investiert werden muss und sorgt so für die finanzielle Sicherheit von Künstlern. Das Bild zeigt die Schweinegruppe aus Bronze in der Sögestraße in Bremen. Künstler: Peter Lehmann, 1974 - Bitte anklicken! In der Ausstellung wurden zahlreiche öffentlich geförderte Kunstwerke aus dem Zeitraum von 1945 bis 1976 präsentiert. Außerdem gaben zwei Bremer Kunstwerken beispielhaft die Wahrnehmung von öffentlicher Kunst in der Gesellschaft wieder.


Die Präsentation sollte dem im „Bremer Modell” formulierten Anspruch gerecht werden Lehre und Forschung an der Gesellschaft zu orientieren. Im Rahmen der Ausstellung sollte dies auch im Bereich der Kunst erfüllt werden. „Kunst im Stadtbild” hatte das Ziel den Dialog zwischen der Bremer Bevölkerung, der Universität und KünstlerInnen anzuregen. Die Ausstellung wollte das Bewusstsein für die Funktion öffentliche Kunst schärfen und deren Gesellschaftsbezug erhöhen. Gleichzeitig zeigte sie sich kritisch gegenüber der Auftragsvergabepraxis für öffentliche Kunstprojekte in Bremen und schuf neben einer kritischen Bestandsaufnahme vorhandener Kunstwerke neue Anreize in der zeitgenössischen Theoriediskussion und der künstlerischen Praxis.

Titelblatt des Ausstellungskatalogs, Bremen 1976. - Bitte anklicken! Zur Ausstellung gehörte ein Katalog, der von Sunke Herlyn, Hans-Joachim Manske und Michael Weisser herausgegeben wurde. In ihm sind zahlreiche Informationen und Abbildungen zum Thema „Kunst am Bau“ enthalten.

Auf dem Cover des Ausstellungskatalogs ist das „Lankenauer Monument“ von Hans Jürgen Breuste (1975) im Weseruferpark Rablinghausen abgebildet.





Universitätsarchiv Bremen


  © 2014 · Universitätsarchiv Bremen · E-Mailemail senden