Kunst an der Universität Bremen · Extrakt


Extrakt

Standort: Foyer, Gebäude Umweltforschung und -technologie (UFT), Leobener Straße
Künstler: Artur Laskus
Datum: 1996
Material: Bronze, farbiges Glas
Größe: 2,93m x 1,94m x 0,14m (2-teilig)

Das Bild zeigt die Installation Extrakt von Artur Laskus, aufgenommen von Sophia Lindemann 2017. - Bitte anklicken! Das Objekt entstand im Rahmen der künstlerischen Ausstattung des Gebäudes Umweltforschung und -technologie (UFT), das im Juni 1998 eröffnet wurde. Auf der Grundlage eines Vorschlags der ausführenden Architekten (Westphal + Partner, Schulze + Partner) kreierte der Architekt und Künstler Artur Laskus (1936-1998) einen Entwurf, der den Forschungsgegenstand des hier ansässigen Forschungsinstituts repräsentiert. Diesen stellte er 1994 der UFT-Arbeitsgruppe vor. Da das Objekt einen Platz im Foyer einnehmen sollte, wurde es am geplanten Standort durch ein Arbeitsmodell simuliert. Diese Platzierung rief sicherheitstechnische Bedenken hervor, denn man befürchtete etwaige „Zusammenstöße“. Um diese zu verhindern, ordnete Laskus an, jeweils circa 1 Meter neben dem Objekt einen Poller aufzustellen.

Das Kunstwerk selbst hat Laskus laut einem Gesprächsprotokoll vom 15.11.1995 als „geteilte ‚Scheibe‘, ‚Tafel‘, ‚Wand‘“ bezeichnet, „die parallel zur Außenwand und Flurinnenwand, doch damit verkantet zur schrägen und gekrümmten Wand des Seminarbereiches frei in den Raum gestellt ist; in der Fluchtlinie und Achse des Haupteingangs.“ Genau dort, im Foyer, ist es auch bis heute noch unbeschädigt zu betrachten.

Zudem liegt eine Dreiteilung vor, wobei jede Zone ihre eigene Bedeutung hat:
Der untere Teil besteht aus einer Doppel-Bronze-Platte (jeweils 1,55m x 1,5m x 0,015-0,02m), deren Mitte ein 7,5cm großer Spalt ausmacht. Die Außenseiten der Bronzenplatten sind rau, die Innenseiten dagegen geradezu blank. Dieser Teil soll laut Laskus symbolisch für etwas „Festes, Materiales, Rauhes, Irdenes, Undurchsichtiges“ stehen.
Der mittlere Teil ist ein Luft-Freiraum, der sich auf Augenhöhe der BetrachterInnen zwischen der Doppel-Bronze- und der Glasplatte befindet. Die Mitte zeigt in der Bedeutung nach Laskus die „Luft, scheinbar Immaterielles“.
Der obere Teil ist aus Glas in der Farbe blau-grün (teal) gehalten, die je nach Lichteinfall variieren kann. Die Platte (ca. 1,5m x 1,55m x 0,06m) ist in einem Deckenschlitz eingelassenan und hängt genau über dem Spalt der Bronzeplatten. Auch hier wurde der Zone wieder eine materialbezogene Bedeutung verliehen. Laskus beschrieb diesen Teil als etwas „Klares, Glattes, Transparentes, Reines“.
Die Wirkung des Werkes wird zudem durch einen in der Decke befestigten Leuchtkörper verstärkt, da so ein Lichtstrahl die Glaskante streift und den Bronzespalt erhellt.

Das Bild zeigt die Installation Extrakt von Artur Laskus, aufgenommen von Sophia Lindemann 2017. - Bitte anklicken! Das Bild zeigt die Installation Extrakt von Artur Laskus, aufgenommen von Sophia Lindemann 2017. - Bitte anklicken!

„Die drei wesentlichen Forschungs-Substanzen des Instituts sind somit in ästhetischer Weise stellvertretend dargestellt.“
(Artur Laskus 15.11.1994)


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